Veranstaltungen

Eintrittsermäßigung gilt für Schüler, Studenten, Arbeitssuchende sowie Schwerbehinderte und Inhaber eines FreiwilligenPasses des Landes Brandenburg

Donnerstag
03.
Mai 2018
20.00 Uhr

Nell Zink
(c) Fred Filkorn

Nell Zink „Nikotin“

Lesung und Gespräch
Moderation: Hendrik Röder

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: 8 / 6 €

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Penny Baker, soeben mit dem College fertig, jetzt arbeitslos und zudem durch den kürzlichen Tod ihres Vaters neben der Spur, beschließt, erst mal dessen verfallendes Elternhaus in Jersey City zu renovieren, um wieder Boden unter die Füße zu bekommen. Doch zu ihrer Überraschung findet sie es besetzt von ein paar netten, noch rauchenden Anarchisten, die ihrer WG den Namen „Nicotine“ verpasst haben. Erster Eindruck: „Als hätte man ungefragt einen Haufen Bettwanzen, die immerhin den Abwasch machen.“ Mit der Zeit jedoch geben ihr die Bewohner und andere Hausbesetzer aus der Nachbarschaft einen Sinn für Zugehörigkeit und Gemeinschaft, den Penny dringend braucht, und bald zieht sie nebenan ein und engagiert sich in den politischen Kämpfen der Besetzer.
Nur hat der Rest der Familie andere Pläne: Ihre Mutter und ihr spießiger Halbbruder würden die jungen Chaoten am liebsten von der Polizei räumen lassen. Doch Penny nimmt den Kampf für sie auf – vor allem für Rob, den aus Überzeugung asexuell lebenden Mann, in den sie sich verliebt hat.
Dies ist ein Roman über den Kampf zwischen Habenichtsen und Immer-mehr-Wollern, zwischen Idealismus und Pragmatismus – ein Buch über Amerika heute, das kaum witziger, böser, klüger sein könnte.
Nell Zink, 1964 in Kalifornien geboren, wuchs im ländlichen Virginia auf. Sie studierte am College of William and Mary Philosophie und wurde später in Medien-wissenschaft an der Universität Tübingen promoviert. Nell Zink lebt in Bad Belzig.
Mit freundlicher Unterstützung durch den Literaturladen Wist.

Dienstag
08.
Mai 2018
20.00 Uhr

Klaus Rost

Klaus Rost „Schongau“

Lesung und Gespräch
Moderation: Hendrik Röder

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: 8 / 6 €

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Karl sitzt auf einer Spielplatzbank in Schongau, einer kleinen Stadt im bayerischen Pfaffenwinkel. Dort, wo jetzt Schaukel, Wippe und Rutsche sind, stand einmal das Haus seines Großvaters. Hier hat Karl seine Kindheit verbracht. Er ist zurückgekehrt mit dem Vorsatz, sämtliche Erinnerungen wieder aufleben zu lassen, die er bis zu diesem Tag mühsam verdrängt hat. Es sind Erinnerungen an Mutter und Vater, Bruder und Schwester, die alle im Laufe der Jahre einen frühen Tod gefunden haben. Wie kann es sein, dass nur er noch übrig ist? Karl begibt sich auf einen Streifzug durch sein Leben. Plötzlich steht alles, was verschüttet war, wieder vor ihm: die schmerzliche Familiengeschichte, seine verrückten Ausreißversuche, die ihn bis nach Babylon führten, die irre Militärzeit und die ersten Schritte in die Arbeitswelt. So lebt ganz nebenbei auch ein Stück der alten Bundesrepublik wieder auf. Als er den Spielplatz spät in der Nacht wieder verlässt, hat er seinen Frieden gefunden. Er weiß, dass nichts mehr so ist und nie wieder so sein wird, wie es einmal war. Aber er weiß auch: Die beste Zeit liegt noch vor ihm.
Klaus Rost wurde in München geboren. Er ist studierter Volkskundler, Politik- und Publizistikwissenschaftler und Journalist. Anfang der neunziger Jahre war er Politikchef zweier Berliner Tageszeitungen, der „Neuen Zeit“ im Ostteil und der „Berliner Morgenpost“ im Westteil. Mitte der neunziger Jahre übernahm er für 17 Jahre die Chefredaktion der „Märkischen Allgemeinen“ in Potsdam. Heute lebt der Autor wieder in Berlin.

Mittwoch
23.
Mai 2018
19.00 Uhr

Marco Tschirpke
(c) Harry Schnitger

Marco Tschirpke
„Empirisch belegte Brötchen“

Literaturgespräche Premnitz-Rathenow 2018

Rathenow | Buchhandlung Tieke | Berliner Str. 4

Karten unter:
03385 / 510232
oder: info@buchhandlung-tieke.de

Eintritt: 8 / 6 €

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Was der Espresso für Kaffeeliebhaber, ist Marco Tschirpkes Wortkunst für die übersättigte Kabarettwelt: hochkonzentriert, schwarz, kurz und wirksam. Doch Obacht: Mit seinem neuesten Band zieht Tschirpke seinen Lesern das Zwerchfell über die Ohren. Seine Gedichte und Geschichten über das Absurde im Alltäglichen fangen meist harmlos an, biegen dann aber um die Ecke und führen in Abgründe - oder enden in grotesken Paradoxien. Ein Panoptikum der Pointen - erhellend, bezaubernd, meisterlich komponiert. Oder, wie der Dichter es selbst formuliert: "Kurz zu sein: ein Meilenstein."
Marco Tschirpke (* 1975 in Rathenow ) ist Musik-Kabarettist.

Eine Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros. Mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft. Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

Donnerstag
24.
Mai 2018
20.00 Uhr

Juli Zeh
(c) Thomas Müller

Juli Zeh liest „Leere Herzen“

Moderation: Knut Elstermann

Potsdam | Waschhaus Potsdam | Schiffbauergasse 6

Karten unter:
www.waschhaus.de und www.reservix.de
oder: Ticketlink

Eintritt: 12 / 10 € zzgl. Vorverkaufsgebühren

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Sie sind desillusioniert und pragmatisch, und wohl gerade deshalb haben sie sich erfolgreich in der Gesellschaft eingerichtet: Britta Söldner und ihr Geschäftspartner Babak Hamwi. Sie haben sich damit abgefunden, wie die Welt beschaffen ist, und wollen nicht länger verantwortlich sein für das, was schief läuft. Stattdessen haben sie gemeinsam eine kleine Firma gegründet, die sie beide reich gemacht hat. Was genau hinter der Firma steckt, weiß glücklicherweise niemand so genau. Denn hinter der Fassade ihrer unscheinbaren Büroräume betreiben Britta und Babak ein lukratives Geschäft mit dem Tod.
„Leere Herzen“ ist ein provokanter und packender und Politthriller aus einem Deutschland der nahen Zukunft. Es ist ein Lehrstück über die Grundlagen und die Gefährdungen der Demokratie und zugleich ein Psychothriller über eine Generation, die im Herzen leer und ohne Glauben und Überzeugungen ist.
Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, studierte Jura in Passau und Leipzig. Schon ihr Debütroman „Adler und Engel“ (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Ihr Gesellschaftsroman „Unterleuten“ (2016) stand über ein Jahr auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Rauriser Literaturpreis (2002), dem Hölderlin-Förderpreis (2003), dem Ernst-Toller-Preis (2003), dem Carl-Amery-Literaturpreis (2009), dem Thomas-Mann-Preis (2013), dem Hildegard-von-Bingen-Preis (2015) sowie dem Literaturpreis der Stahlstiftung Eisenhüttenstadt (2017).
Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros, des Waschhaus Potsdam und des Literaturladens Wist.

Sonntag
27.
Mai 2018
11.00 Uhr

Hans Pleschinski
(c) C. H. Beck Verlag

Matinee in der Villa Quandt
Hans Pleschinski „Wiesenstein“

Lesung & Gespräch
Moderation: Peter Walther

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 - 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Der alte Mann, eine Berühmtheit, Nobelpreisträger, verlässt mit seiner Frau das Sanatorium, wo beide Erholung gesucht haben, und wird mit militärischem Begleitschutz zum Zug gebracht. Doch es ist März 1945, das Sanatorium Dr. Weidner liegt im eben zerstörten Dresden und der Zug fährt nach Osten. Gerhart und Margarete Hauptmann nämlich wollen nirgendwo anders hin als nach Schlesien, in ihre Villa „Wiesenstein“, ein prächtiges Anwesen im Riesengebirge. Dort wollen sie ihr immer noch luxuriöses Leben weiterleben, in einer hinreißend schönen Landschaft, mit eigenem Masseur und Zofe, Butler und Gärtner, Köchin und Sekretärin – inmitten der Barbarei. Aber war es die richtige Entscheidung? Überhaupt im Dritten Reich zu bleiben? Und was war der Preis dafür? Können sie und ihre Entourage unbehelligt leben, jetzt, da der Krieg allmählich verloren ist, russische Truppen und polnische Milizen kommen? Und das alte Schlesien untergeht? Hans Pleschinski erzählt erschütternd und farbig, episodenreich und spannend vom großen, genialen Gerhart Hauptmann, von Liebe und Hoffnung, Verzweiflung und Angst. Er erzählt vom Ende des Krieges, dem Verlust von Heimat, von der großen Flucht, vergegenwärtigt eine Welt, die für uns verloren ist, und das Werk Gerhart Hauptmanns, auch mit unbekannten Tagebuchnotizen. „Wiesenstein“ ist die Geschichte eines irrend-liebenden Genies und einer untergehenden und sich doch dagegenstemmenden Welt. Ein überwältigender Roman.

Hans Pleschinski, geboren 1956, lebt als freier Autor in München. Er veröffentlichte u. a. die Romane „Leichtes Licht“ (C.H.Beck, 2005), „Ludwigshöhe“ (C.H.Beck, 2008) und „Königsallee“ (C.H.Beck, 62013), der ein Bestseller wurde, und gab die Briefe der Madame de Pompadour, eine Auswahl aus dem Tagebuch des Herzogs von Croÿ und die Lebenserinnerungen der Else Sohn-Rethel heraus.

Montag
28.
Mai 2018
19.00 Uhr

Uwe-Karsten Heye

Carsten Uwe Heye "Und nicht vergessen: Autobiographie"

Lesung & Gespräch
Moderation: Franziska Günther (Aufbau Verlag)

Potsdam | Literaturladen Wist | Dortustr.17

Karten unter:
0331-2800452

Eintritt: 8 €

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Eine Kindheit in Ost- und Westnachkriegsdeutschland, ein politisches Leben zwischen Willy Brandt, dessen Redenschreiber Heye war, und Gerhard Schröder, für dessen Regierung er als Sprecher arbeitete, zwischen Berlin und New York, zwischen Diplomatie und Journalismus.
Mit seiner Autobiographie legt Uwe-Karsten Heye ein sehr persönliches Geschichtsbuch vor. Als Kind erlebte er, was Krieg und Nachkrieg angerichtet hatten. Der Kalte Krieg setzte andere Prioritäten als konsequente Entnazifizierung, Vergessen und Verdrängen, das war die Devise. Heye arbeitete als Redenschreiber für Willy Brandt, als Journalist, unter anderem für Kennzeichen D, legte er den Finger in die Wunden des geteilten Landes, wird Regierungssprecher unter Gerhard Schröder und schließlich Generalkonsul in Washington und Chefredakteur des „Vorwärts“. Heyes Autobiographie ist eine deutsche Geschichtsstunde, aber auch Selbstbefragung: Was wurde versäumt, dass wir es heute erneut mit einem wachsenden Rechtsextremismus zu tun haben? Darauf sucht er Antworten und will Auskunft geben, damit sich Geschichte nicht wiederholt.

In Kooperation mit dem Literaturladen Wist

Mittwoch
30.
Mai 2018
19.00 Uhr

Peer Steinbrück
(c) Jim Rakete

Peer Steinbrück
„Das Elend der Sozialdemokratie. Anmerkungen eines Genossen“

Moderation: Klaus Rost

Premnitz | Villa am See | Mozartstr. 1

Karten unter:
03386-2139680

Eintritt: 10 €

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Die Sozialdemokratie steckt in einer der schwersten Krisen ihrer Geschichte. Bei den letzten Bundestagswahlen musste die SPD eine herbe Schlappe einstecken. Aber nicht nur sie, sondern fast alle sozialdemokratischen Parteien in Europa sacken in der Wählergunst immer weiter nach unten ab. Was läuft da schief? Peer Steinbrück, streitbarer Sozialdemokrat und Kanzlerkandidat der SPD 2013, sucht in seinen Anmerkungen eines Genossen nach Wegen zu einer erneuerten Sozialdemokratie und nennt mit klarer Kante seine Stichworte: Einhegung des digitalen Kapitalismus, Kampf gegen die wachsende Vermögensungleichheit, Mut zu einer neuen Debatte über Identitätspolitik, Vertiefung der Europäischen Union, mehr Engagement für junge Wähler. Ralf Dahrendorf hat in einem berühmten Aufsatz über das Elend der Sozialdemokratie vor mehr als dreißig Jahren den „dritten Weg“ vorgezeichnet, den Bill Clinton, Tony Blair und Gerhard Schröder dann erfolgreich gingen. Steinbrück entwirft nun eine Agenda für die Sozialdemokratie des 21. Jahrhunderts. Denn in einem sind er und seine Kritiker sich einig: Die Sozialdemokratie wird dringend gebraucht – vielleicht sogar mehr als je zuvor.

Peer Steinbrück war von 2002 bis 2005 Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, von 2005 bis 2009 Bundesfinanzminister in der großen Koalition und wurde 2012 Kanzlerkandidat der SPD für die Bundestagswahl 2013.

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros und Villa am See.

Donnerstag
31.
Mai 2018
19.00 Uhr

Herfried Münkler
(c) Reiner Zensen

Herfried Münkler
„Der Dreissigjährige Krieg: Europäische Katastrophe, deutsches Trauma 1618-1648“

Lesung und Gespräch
Moderation: Klaus Rost

Zossen | Kirchplatz 7 | 15806 Zossen

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Noch heute gilt der „Dreißigjähriger Krieg“ als Metapher für die Schrecken des Krieges schlechthin, dauerte es doch Jahrzehnte, bis sich Deutschland von den Verwüstungen erholte. Dabei war, als am 23. Mai 1618 protestantische Adelige die Statthalter des römisch-deutschen Kaisers Ferdinand II. aus den Fenstern der Prager Burg stürzten, kaum abzusehen, was folgen sollte: ein Flächenbrand, der erste im vollen Sinne „europäische Krieg“. Fesselnd erzählt Herfried Münkler vom Schwedenkönig Gustav Adolf und dem Feldherrn Wallenstein, von Kardinälen und Kurfürsten, von den Landsknechten und den durch Krieg und Krankheiten – ein Drittel der Bevölkerung fand den Tod – verheerten Landschaften Deutschlands. Herfried Münkler führt den Krieg in all seinen Aspekten vor Augen, behält dabei aber immer unsere Gegenwart im Blick: Der Dreißigjährige Krieg kann uns, wie er zeigt, besser als alle späteren Konflikte die heutigen Kriege verstehen lassen. – Eine packende Gesamtdarstellung, die große Geschichtsschreibung und politische Analyse vereint.
Herfried Münkler, geboren 1951, ist Professor für Politikwissenschaft an der Berliner Humboldt-Universität und Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Viele seiner Bücher gelten mittlerweile als Standardwerke, etwa „Die neuen Kriege“ (2002), „Imperien“ (2005), „Die Deutschen und ihre Mythen“ (2009), das mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet wurde, sowie „Der Große Krieg“ (2013) und „Die neuen Deutschen“ (2016), die beide monatelang auf der „Spiegel“-Bestsellerliste standen.

In Kooperation mit der Stadtbibliothek Zossen und der Konrad-Adenauer Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg.

Sonntag
03.
Juni 2018
11.00 Uhr

Herfried Münkler
(c) Reiner Zensen

Matinee in der Villa Quandt: Herfried Münkler „Der Dreissigjährige Krieg: Europäische Katastrophe, deutsches Trauma 1618-1648“

Lesung und Gespräch
Moderation: Harald Asel (infoRADIO).

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: 12 / 10 €

RESERVIEREN

Noch heute gilt der „Dreißigjähriger Krieg“ als Metapher für die Schrecken des Krieges schlechthin, dauerte es doch Jahrzehnte, bis sich Deutschland von den Verwüstungen erholte. Dabei war, als am 23. Mai 1618 protestantische Adelige die Statthalter des römisch-deutschen Kaisers Ferdinand II. aus den Fenstern der Prager Burg stürzten, kaum abzusehen, was folgen sollte: ein Flächenbrand, der erste im vollen Sinne „europäische Krieg“. Fesselnd erzählt Herfried Münkler vom Schwedenkönig Gustav Adolf und dem Feldherrn Wallenstein, von Kardinälen und Kurfürsten, von den Landsknechten und den durch Krieg und Krankheiten – ein Drittel der Bevölkerung fand den Tod – verheerten Landschaften Deutschlands. Herfried Münkler führt den Krieg in all seinen Aspekten vor Augen, behält dabei aber immer unsere Gegenwart im Blick: Der Dreißigjährige Krieg kann uns, wie er zeigt, besser als alle späteren Konflikte die heutigen Kriege verstehen lassen. – Eine packende Gesamtdarstellung, die große Geschichtsschreibung und politische Analyse vereint.
Herfried Münkler, geboren 1951, ist Professor für Politikwissenschaft an der Berliner Humboldt-Universität und Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Viele seiner Bücher gelten mittlerweile als Standardwerke, etwa „Die neuen Kriege“ (2002), „Imperien“ (2005), „Die Deutschen und ihre Mythen“ (2009), das mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet wurde, sowie „Der Große Krieg“ (2013) und „Die neuen Deutschen“ (2016), die beide monatelang auf der „Spiegel“-Bestsellerliste standen.

In Kooperation mit der Konrad-Adenauer Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg.

Mittwoch
13.
Juni 2018
19.00 Uhr

Sasha Marianna Salzmann
(c) Heike Steinweg

Lit:potsdam zu Gast in der Villa Quandt:
Sasha Marianna Salzmann liest aus ihrem preisgekrönten Debütroman „Außer sich“

Werkstattgespräch mit Thomas Böhm

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: 15 / 12 €

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Sie sind zu zweit, von Anfang an, die Zwillinge Alissa und Anton. In der kleinen Zweizimmerwohnung im Moskau der postsowjetischen Jahre verkrallen sie sich in die Locken des anderen, wenn die Eltern aufeinander losgehen. Später, in der westdeutschen Provinz, streunen sie durch die Flure des Asylheims, stehlen Zigaretten aus den Zimmern fremder Familien und riechen an deren Parfumflaschen. Und noch später, als Alissa schon ihr Mathematikstudium in Berlin geschmissen hat, weil es sie vom Boxtraining abhält, verschwindet Anton spurlos. Irgendwann kommt eine Postkarte aus Istanbul – ohne Text, ohne Absender. In der flirrenden, zerrissenen Stadt am Bosporus und in der eigenen Familiengeschichte macht sich Alissa auf die Suche – nach dem verschollenen Bruder, aber vor allem nach einem Gefühl von Zugehörigkeit jenseits von Vaterland, Muttersprache oder Geschlecht.
Sasha Marianna Salzmann studierte Literatur / Theater / Medien an der Universität Hildesheim sowie Szenisches Schreiben an der Berliner Universität der Künste. Sie ist Theaterautorin, Essayistin und Dramaturgin und war Mitbegründerin des Kultur- und Gesellschaftsmagazins „freitext“. Seit der Spielzeit 2013/2014 ist sie Hausautorin am Maxim Gorki Theater Berlin und war dort bis 2015 Künstlerische Leiterin des Studio R. Ihre Theaterstücke werden international aufgeführt und sind mehrfach ausgezeichnet. „Außer sich“ ist ihr Debütroman.
Thomas Böhm, geboren 1968 in Oberhausen, war Programmleiter des Literaturhauses Köln (1999-2010), des internationalen literaturfestivals berlin (2012-2014), des Ehrengastauftritts Islands bei der Frankfurter Buchmesse 2011 und Kurator von „Auftritt Schweiz“ für die Leipziger Buchmesse.

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit Lit:potsdam 2018.

Freitag
29.
Juni 2018
18-24 Uhr

Rainald Grebe
(c) ireas [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

"Brandenburg liest" in Cottbus

Cottbus | Kongresssaal Branitz | Heinrich-Zille-Straße 120

Karten unter:
0331-2804103
oder: www.ticketonline.de, www.eventim.de

Eintritt: 20 / 18 € - lautix-Card-Besitzer (19 / 17 €)

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Mit Reinald Grebe & Tilla Kratochwil, Julia Schoch, John von Düffel, Antje Strubel, Sven Stricker, Steffen Schroeder und Paula Amelie Carstensen

Das Brandenburgische Literaturbüro präsentiert an einem Abend zahlreiche Neuerscheinungen von Autoren und Autorinnen, die Ihren Lebensmittelpunkt in Brandenburg gefunden haben. Es ist überdies eine Mischung aus gestandenen und debütierenden Autoren und Autorinnen.

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit der Lausitzer Rundschau und mit Unterstützung durch die Land Brandenburg Lotto GmbH.

Lotto Brandenburg

Dienstag
21.
August 2018
20.00 Uhr

Jürgen Israel
(c) Peter Walther

Jürgen Israel „Der junge Herr Godeau am Karfreitag“

Lesung und Gespräch
Moderation: Peter Walther

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: 8 / 6 €

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Liebe und Tod, das Vergehen der Zeit, der Verlust von Heimat sind die Themen des neuen Erzählbandes von Jürgen Israel. Das Besondere der Texte ist ihre formale Vielfalt. Sie reicht von der herkömmlichen Erzählung, über die Darstellung anekdotischer Ereignisse bis zu kürzesten Momentaufnahmen innerer Befindlichkeiten. So kommt eine Liebesgeschichte als Eröffnungsrede zu einer kulturgeschichtlichen Ausstellung daher, eine andere als Telefongespräch zweier Freundinnen. Telefongespräche spielen überhaupt eine große Rolle bei den Gesprächen unter vertrauten Personen. Angesiedelt sind die Texte im biblischen Israel, in einem Alpendorf gegen Ende des 20. Jahrhunderts, in einer nordafrikanischen Kleinstadt und einem siebenbürgischen Dorf der unmittelbaren Gegenwart sowie einer nicht näher lokalisierten Gegenwart. In allen Texten spricht sich die tiefe Achtung des Autors vor der menschlichen Existenz mit ihren Abgründen und Bedingungen aus.
Jürgen Israel, geboren 1944 in Hörnitz / Oberlausitz, ist Lektor, Publizist und Autor. Seine Veröffentlichungen umfassen Prosa, Gedichte, Essays und Arbeiten unter anderem zu Anna Seghers, Marie Luise Kaschnitz, Ilse Langner, Heinrich Alexander Stoll und Albrecht Goes. Zuletzt veröffentlichte er „Katzendorfer Tagebuch“ (2016).

Donnerstag
30.
August 2018
20.00 Uhr

Kris van Steenberge
(c) Johan Jacobs

Der flämische Autor Kris Van Steenberge präsentiert sein Buch „Verlangen“

Grusswort: Koen Haverbeke (Generaldelegierter der Regierung Flanderns in Deutschland)
Lesung und Gespräch
Moderation: Jan Konst
Den deutschen Text liest der Schauspieler Hans-Jochen Röhrig

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: 10 / 8 €

RESERVIEREN

Das 19. Jahrhundert neigt sich dem Ende zu. In dem kleinen belgischen Dorf Woesten, unweit von Ypern, erwartet das junge Ehepaar Duponselles Zwillinge. Doch die Ehe steht unter keinem guten Stern. Beim erstgeborenen Valentijn geht alles gut, aber das zweite Kind kommt mit einem deformierten Gesicht zur Welt und geht fortan als Namenlos durchs Leben. Als die Brüder heranwachsen, ist Valentijn bei allen beliebt, während die Dorfbewohner und sogar sein eigener Vater nichts mit Namenlos zu schaffen haben wollen. Dann bricht der Erste Weltkrieg aus, und das kleine Woes-ten liegt mitten im großen Weltgeschehen. Als auch noch Elisabeth ermordet aufgefunden wird, ist für niemanden mehr das Leben wie zuvor. Vor der his-torischen Kulisse des ländlichen Flanderns entfaltet Kris Van Steenberge mit zeitloser Aktualität das psychologisch eindringliche Porträt einer Familie, eines Ortes und einer vergangenen Epoche.
Kris Van Steenberge, geboren 1963 in Lier / Belgien, arbeitet als Dramatiker, Regisseur und Lehrer. Die Geschichten seines Großvaters über den „Großen Krieg“ waren der Ausgangspunkt für seinen ersten Roman. 2014 wurde „Verlangen“ mehrfach als das beste flämische Debüt ausgezeichnet und wird derzeit verfilmt.
Jan Konst ist Literaturwissenschaftler und Niederlandist. Seit 1994 arbeitet er als Hochschullehrer an der Freien Universität Berlin. Seit 2000 ist er Inhaber des Lehrstuhls „Niederländische Philologie: Literaturwissenschaft“. Seine Publikationen widmen sich vor allem den niederländisch-deutschen Literaturbeziehungen und der Gegenwartsliteratur in den Niederlanden und Flandern.
Hans-Jochen Röhrig, geboren 1943 in Leipzig, absolvierte nach einer Bibliothekarausbildung sein Schauspielstudium an der Theaterhochschule „Hans Otto“ Leipzig. Erste Engagements hatte er am Städtischen Theater Leipzig und am Stadttheater Plauen. Von 1977 bis 2008 war Röhrig Ensemblemitglied des Hans Otto Theaters in Potsdam.

Mit freundlicher Unterstützung durch die Botschaft von Belgien, Generaldelegation der Regierung Flanderns.

Sonntag
16.
September 2018
16.00 Uhr

Christine von Brühl
(c) Thomas Kierok

Christine von Brühl
„Gerade dadurch sind sie mir lieb. Theodor Fontanes Frauen“

Literaturgespräche Premnitz-Rathenow 2018

Nennhausen | Schloss Nennhausen | Fouqué-Platz 4

Karten unter:
033878 – 60505
oder: info@schloss-nennhausen.de

Eintritt: 8 / 6 €

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Kaum ein Autor hat derart eindrückliche Frauenporträts geschaffen wie Theodor Fontane: Effi Briest, die Witwe Pittelkow, Grete Minde oder Jenny Treibel, Cécile, die Schwestern Poggenpuhl oder Mathilde Möhring – sie bevölkern die Romane Fontanes und bleiben im Gedächtnis. Oft genug handelte es sich bei Fontanes Frauen, die mit dem bürgerlichen Moralkodex ihre Zeit in Konflikt geraten waren. Dafür wurden sie streng verurteilt. Fontane verarbeitete dabei realen Erfahrungen. Christine von Brühl zeigt in faszinierenden Porträts die Welt der Frauen, die Fontanes Leben und sein Werk bevölkerten.
Christine von Brühl, geboren 1962, studierte Slawistik, Geschichte und Philosophie in Lublin, Heidelberg und Wien. Nach Stationen bei der „Zeit“, „Sächsische Zeitung“ und „Das Magazin“ lebt sie heute als freischaffende Autorin in Berlin. Bei Atb lieferbar ist ihre Biographie „Die preußische Madonna. Auf den Spuren der Königin Luise“.

Eine Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros. Mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft. Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

Sonntag
23.
September 2018
16.00 Uhr

Christian Redl
(c) Jim Rakete

Lausitzer LesART
„Wahre Verbrechen - Wahre Geschichten“

Christian Redl liest aus dem Magazin CRIME vom STERN

Lübbenau | Schloss Lübbenau | Schlossbezirk 6

Karten unter:
03542/873-0
oder: info@schloss-luebbenau.de

Eintritt: 18 €

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Christian Redl ist das Gesicht der ZDF-Spreewaldkrimis. Den sonst eher wortkargen Kommissar Krüger lässt Redl bei dieser inszenierten Lesung einmal in den Hintergrund treten. Stattdessen leiht der Schauspieler seine Stimme den Geschichten aus CRIME, dem True-Crime-Magazin des STERN, das seit seinem Erscheinen vor zwei Jahren aus dem deutschen Krimimarkt nicht mehr wegzudenken ist. Er liest Geschichten über wahre Verbrechen, die emotional aufrütteln, erschrecken, aber auch zornig und nachdenklich machen. Und ihnen allen ist die Spannung gemeinsam, von der sie geprägt sind.
Christian Redl stellt zwei packende Fälle auf der Bühne vor. Redl selbst ist nicht nur für seine Rolle als Kommissar Krüger bekannt, sondern auch durch seine abgründigen Figuren, die er im Film und auf der Bühne spielte. Dabei ist er bestens vertraut mit beiden Seiten, der des Täters und der des Kommissars. „Auf die Rolle im ‚Hammermörder’ werde ich immer noch angesprochen“, sagt der Schauspieler. 1990 spielte er die Figur, die ihm fortan so etwas wie ein Abonnement auf die „Mords-Rollen“ und die anderer Bösewichte im Fernsehen einbrachte. Bis 2006 – seitdem ist er als Kommissar Krüger im Spreewald unterwegs.
Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros, des Schlosses Lübbenau und der Lausitzer Rundschau

Donnerstag
27.
September 2018
19.30 Uhr

Norman Ohler
(c) Urban Zintel

Norman Ohler
"Die Gleichung des Lebens."

Moderation: Hendrik Röder

Rathenow | Stadtbibliothek Rathenow | Schleusenplatz 4

Karten unter:
03385-512683

Eintritt: 8 / 6 €

RESERVIEREN

Friedrich der Große, der Mathematiker Leonhard Euler und die Trockenlegung des Oderbruchs.

Sommer 1747. Friedrich II. will das unwegsame, von aufsässigen wendischen Fischern bewohnte Oderbruch in Ackerland verwandeln. Das Mathematikgenie Leonhard Euler soll die nötigen Berechnungen durchführen. Doch als ein Ingenieur des Königs ermordet wird, verliert sich Euler in diesem preußischen Amazonien, das dem Untergang geweiht ist, sich aber mit allen Mitteln wehrt.
Friedrich II. will die Sumpfgebiete östlich von Berlin trockenlegen, um dort Flüchtlinge anzusiedeln. Wo noch Fische, Schildkröten und Wasservögel in überwältigender Artenvielfalt leben, sollen Kühe grasen und die Kartoffel wachsen. Es ist die Zeit vor der gewaltigen Johanniflut, die das Bruch wie seit Urzeiten überschwemmen wird. Unter den Fischern herrscht Unruhe, sie fürchten den Untergang ihrer Welt. Als der Ingenieur Mahistre tot am Oderstrand angetrieben wird, übernimmt Leonhard Euler die Ermittlungen und gerät plötzlich selbst ins Visier. Nur die Begegnung mit Oda, der Tochter des Anführers der Wenden, kann sein Leben noch retten.
Ein hervorragend recherchierter, atmosphärisch dichter Roman mit einer erstaunlichen Vielfalt an Figuren und Stimmungen: Vor dem Hintergrund des 18. Jahrhunderts entsteht ein Tableau um Verdrängung, Angst vor dem Fremden und Kolonialisierung, das wie ein Spiegelbild unserer Gegenwart wirkt.
Norman Ohler geboren 1970 in Zweibrücken, mit 22 Jahren besuchte er die renommierte Hamburger Journalistenschule, es folgten Arbeiten für die Zeitschriften »Spiegel«, »Stern« und »Geo«. Ohler veröffentlichte mehrere Romane »Die Quotenmaschine«, »Mitte« und »Stadt des Goldes«.2015 erschien nach fünfjähriger Recherche Ohlers erstes Sachbuch »Der totale Rausch« über die bisher kaum aufgearbeitete Rolle von Drogen im Dritten Reich erschienen. Sein Sachbuch "Der totale Rausch". Er lebt als freier Schriftsteller in Berlin.

Donnerstag
11.
Oktober 2018
19.00 Uhr

Steffen Schroeder
(c) Anne Heinlein

Steffen Schroeder
"Was alles in einem Menschen sein kann: Begegnung mit einem Mörder"

Literaturgespräche Premnitz-Rathenow 2018

Rathenow | Buchhandlung Tieke | Berliner Str. 4

Karten unter:
03385 / 510232
oder: info@buchhandlung-tieke.de

Eintritt: 8 / 6 €

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2013 stehen sich Steffen Schroeder und Micha im Gefängnis Berlin-Tegel zum ersten Mal gegenüber. Ein Gespräch über ihre schwierige Jugend bringt sie einander näher, bei allen Unterschieden: Schroeder wurde Schauspieler, Micha rutschte ins rechte Milieu ab, brachte einen Menschen um. Es beginnt eine besondere Beziehung: Schroeder, bekannt als Kommissar Kowalski in «SOKO Leipzig», wird Vollzugshelfer des lebenslänglich Verurteilten. Er lernt den Gefängnisalltag kennen, erfährt von Rangordnungen, Drogen, Ausbruchsversuchen; über die Jahre dringt er tief in Michas Geschichte ein, erfährt immer wieder Neues, Überraschendes. Für Micha wird er wichtiger und wichtiger, er begleitet ihn bei Freigängen, ist ihm Auge und Ohr für die Welt. Bald sieht Schroeder sich selbst und sein Leben in neuem Licht: Was unterscheidet ihn eigentlich von Micha? Und welche Entscheidungen und Wendepunkte führen überhaupt dazu, dass ein Leben gelingt oder scheitert?
Steffen Schroeder schreibt mit viel Gespür für das Menschliche über eine außergewöhnliche Begegnung und stellt dabei existenzielle Fragen nach Schuld, Schicksal und der Verantwortung dem eigenen Leben gegenüber. Der Fernsehkommissar und der Mörder - ein starkes, glänzend erzähltes Buch.

Steffen Schroeder wurde 1974 in München geboren. Nach seiner Schauspielausbildung war er zunächst Ensemblemitglied am Wiener Burgtheater, dann beim Berliner Ensemble. Er wirkte in Fernsehserien wie «Der Kriminalist», «Bella Block» und «Tatort» sowie in Kinofilmen wie «Der Rote Baron» oder «Keinohrhasen» mit. In der erfolgreichen ZDF-Serie «SOKO Leipzig» spielt er seit 2012 den Polizeioberkommissar Tom Kowalski. Steffen Schroeder lebt mit seiner Familie in Potsdam.

Eine Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros. Mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft. Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

Samstag
10.
November 2018
19.30 Uhr

Rainald Grebe
(c) SanJacinto

"Die Ehebriefe von Theodor und Emilie Fontane"

Gelesen von Reinald Grebe & Tilla Kratochwil

Wünsdorf | Bürgerhaus Wünsdorf | Am Bürgerhaus 1

Karten unter:
03372-70280815

Eintritt: 12 / 10 €

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Eine außergewöhnliche Künstlerehe bringt außergewöhnliche Briefe hervor. Die Zeilen, die Theodor Fontane und seine Frau Emilie wechselten, gewähren intime Einblicke in die Höhen und Tiefen einer Dichterexistenz und zeichnen das lebendige Bild einer starken Frau, die aus dem Schatten ihres Mannes tritt.
Reinald Grebe und die Schauspielerin Kratochwil haben überraschende, schmerzliche wie schöne Briefe des Ehepaars zusammengestellt, ihre Auswahl umspannt ein halbes Jahrhundert. Lange Phasen der Trennung, bedingt durch dienstliche und schriftstellerische Verpflichtungen, aber auch durch die schwierige wirtschaftliche Lage der Familie, werden durch Briefe überbrückt. Wie das Gespräch in Zeiten der Nähe, so gehört der ununterbrochene, zuweilen überbordende briefliche Austausch zum Wesen dieser Künstlerehe. Ein wunderbarer Lesestoff und eine anschauliche Kultur- und Sozialgeschichte des 19. Jahrhunderts.

Reinald Grebe,1971 in Köln geboren, studierte 1993–1997 Puppenspiel an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«. Er arbeitet als Autor, Kabarettist, Liedermacher und Dramaturg. Grebe wurde u. a. mit dem Prix Pantheon 2003, dem Deutschen Kleinkunstpreis 2006 und 2011 und dem Deutschen Kabarettpreis 2012 ausgezeichnet.

Tilla Kratochwil, 1974 in Zittau geboren, studierte 1995–1999 an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin. Seit 2002 ist sie freischaffend tätig u. a. am Deutschen Theater Berlin, am Thalia Theater Hamburg, am Schauspiel Frankfurt u.a.